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czy komus chcialoby sie sprawdzic bledy?

12.02.07, 10:09
Witam, jesli ktos bylby tak mily i zerknal szybko w poszukiwaniu bledow na
czesc mojej pracy semestralnej, byloby mi bardzo milo. z gory dziekuje!



Was wäre New York ohne Brooklyn und Queens,
Berlin ohne Marzahn und Hellersdorf,
Paris ohne die Banlieue,
Hafenstadt ohne Ozean,
Kairo ohne Wüste?
Erst neben Wildnis werden wir uns der Bedingungen von Kultur bewusst.
(…)
In den Ländern Mitteleuropas gibt es kaum ein Milieu, auf das der Begriff
Wildnis so zutrifft, wie auf die Zwischenstadt.

- so Boris Sievers über Zwischenstadt. Die Form, die heute dort entsteht, wo
die traditionellen, stadtbildenden Kräfte nicht mehr stark wirken. Wie soll
diese „Wildnis“ behandelt werden, dass sie für uns verfügbar wird, wie soll
man mit ihr umgehen, dass man sie bewohnen kann? Was soll gemacht werden,
dass die Zwischenstadt nicht nur zu keiner Stadt ohne Qualitäten wird, aber
auch in eine Heimat für seine Bevolkerung sich umwandelt? Branden!

*Vom Fall von Wall und Graben zum „teletopic city“
Im Mittelalter und jahrhunderte danach die Trennung zwischen Stadt und Land,
zwischen der Kultur- und Naturlandschaft war ganz klar. Als Grenze diente
damals die Stadtmauer. Die Entwicklung der Menschheit war mit der Entwicklung
der kompakten Stadt stark verknüpft und so ein Stand dauerte über 150
Generationen, bis gegen 1800 ein so genannter Fall von Wall und Graben
stattfand. Es kann diskutiert werden, ob mit diesem Geschehen die Menschheit
ihre Eigenständigkeit und Sicherheit verlor, oder ganz im Gegenteil, ihre
Freiheit gewann. Auf jeden Fall hieß es, dass der Prozess der Auflösung der
kompakten Stadt begann und die Stadt fing an, in ihre Umland zu greifen.
Damit bilden sich aus neue Formen von verstädterten Landschaft oder
verlandschafteten Stadt.

Mit dem Lauf der Geschichte und neuen Erfindungen verstärkt sich nur dieser
Prozess und die räumlichen Grenzen der Stadt wurden nun immer mehr gesprengt.
Der Entwicklung der Eisenbahn folgt eine sternförmig-lineale Ausdehnung, das
Auto füllt die Fläche auf und ermöglicht, immer weiter entfernte Orte immer
schneller zu erreichen und Elektronik führt zu „grenzlosen“ Erweiterungen .
Mit der Entwicklung der Telekommunikation verliert sogar der „wirkliche“ Raum
an der Bedeutung und die Stadt wird „teletopic“ wie es Paul Virilio nennen
mag: The city is always less a place, less territorial and always more
teletopic, profoundly extraterritorial, in which the geometric notions of
center and periphery are slowing losing their meaning.

Oben genannte Prozesse führen alle dazu, dass die Stadt sich immer weiter
ausdehnt und ihr Kern verliert immer an der Bedeutung. Die Siedlungsfelder
außerhalb historisches Stadtkern werden dennoch immer größer. Es entsteht
eine Gebilde, derer Strukturen aus einen „patchwork“ unterschiedlichen
Nutzungen, Bebauungsformen, Topographien bestehen. Es ist sofort zu merken,
dass der Begriff „Stadt“ um die neu entstehenden Siedlungsformen zu
beschreiben unangemessen ist und ganz andere Assoziationen hervorruft. Es
wird versucht, die neuen Strukturen anders zu nennen, wie
z.B. „Verdichtungsräume“, „verstädterte Landschaft“ oder „verlandschaftete
Stadt“ oder eben – „Zwischenstadt“. Eine diffuse Form, die
außerhalb „traditionellen“ Stadtgrenzen entsteht und sich entwickelt.

*Internationales Phänomen
Die Zwischenstädte sind also weder Stadt noch Land, besitzen aber
Eigenschaften von den beiden.
Sie unterscheiden sich voneinander abhängig vom ökonomischen
Entwicklungsstand, von Kultur und Topographie des Region, haben aber auch
viel gemeinsam. Einerseits ist Zwischenstadt eine difusse, ungeordnete
Struktur ganz unterschiedlichen Stadtfelder, eine Struktur ohne eindeutige
Mitte. Anderseits sie ist sehr gut vernetzt, besteht aus stark funktionell
spezialisierten Bereichen, Netzen, Knoten.

Mit der Globalisierung haben sich ähnliche Lebensweisen und Siedlungsformen
auf der ganzen Welt ausgebreitet deswegen ist auch die Zwischenstadt zum
internationalen Phänomen geworden. Die Zwischenstadt wirkt zwar so planlos,
aber das Entstehungsprozess ist oft sehr logisch und rationell.
Wenn man beobachtet, wie sich die Zwischenstadt unter verschiedenen Orten
entwickelt, sind dann viele Analogien zu finden. In alten europäischen
Industrieregionen sieht das Prozess oft so aus, dass zuerst eine Strasse
vorhanden ist, dann wird eine Fabrik gebaut entweder um landschaftliche
Produkte zu verarbeiten oder weil Bodenschätze vorhanden sind. Die Fabrik
zieht Arbeitswohnungen an sich, deren Bewohnern brauchen mit der Zeit immer
breiteres Spektrum von Einrichtungen und Infrastruktur. Der gesellschaftliche
Reichtum wächst, was bildet eine Basis für Spezialisierung des Region.
Weitere Verkehrswege und Einrichtungen werden nötig, die Zwischenstadt
entwickelt sich weiter. So nach diesem „Ballung erzeugt Ballung“ - Prinzip
entstehen Entwicklungsprozesse, auch ohne vorgeplant zu werden.

In der dritten Welt ist es üblich, dass die Stadt ein Anziehungspunkt für
Stadt-Wanderer wirkt. Das dörfliche Volk verlässt seine ursprüngliche
Wohnsitze aus Überbevölkerungsgründen oder wegen Ernährungsmangel. Es
besiedelt dann meistens günstige Grundstücke an der Stadtrand, wovon das
Stadtkern gut erreichbar ist, aber wo auch „halb-städtische“ Landwirtschaft
betrieben werden kann. Als Folge entsteht wieder wenig strukturiertes offenes
Siedlungsfeld zwischen Stadt und Land – ähnlich wie im Beispiel von den
alten Industrieregionen.

Siedlungsverhalten von Bauherren der europäischen Städten ist wieder analog.
Sie suchen auch nach
günstigen Grundstücken mit dem guten Zugang zur Kernstadt und gleichzeitig
den Zugang zum Landschaft eröffnen. Dann im Folge entsteht eine „zersiedelte“
Landschaft, die nach einer Zeit der Verdichtung, weitere Arbeitsplätze und
Konsumversorgung nach sich zieht.

In Deutschland ganz deutlich ist, dass letztens die Landgemeinden entwickeln
sich schneller als dafür vorgesehene „zentrale Orte“. Die „Ränder der
Ballungen“ sollen in nächsten die Jahren um weitere 10% im Vergleich zum Jahr
1997 zunehmen, wobei die Stadtkerne nur um 3%. Dies zeigt auch deutlich und
ist damit verbunden, dass der Zusammenhang zwischen Arbeits- und Wohnort
nicht mehr so stark wie früher ist. In den USA passiert das ähnliche, aber in
viel größerem Maßstab: Auslöser sind Autobahnerschließungen und große
Shopping-Malls, sowie große Bürokomplexe an Autobahnkreuzungen. Das
Abhängigkeitsverhältnis ist hier oft umgekehrt als das traditionelle: die
verarmte Kernstadt findet ihre Arbeitsplätze in der Zwischenstadt.

*Was erwartet die Gesellschaft von der Zwischenstadt?
Heute sollte etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in Zwischenstädten wohnen.
Wenn man die schnelle Entwicklung dieser Siedlungsform berücksichtigt, kann
man behaupten, dieser Anzahl wird immer größer. Wenn man also Entscheidungen
über Weiterentwicklung der Zwischenstadt treffen sollte, die Änderungen die
die Gesellschaft betreffen und die Richtung, in der sich die Gesellschaft
entwickelt müssen ganz präzise beobachtet werden.

Was ohne Zweifel festzustellen ist, ist die deutliche Tendenz, dass die
Nachbarschaft heut zu tage an der Bedeutung gewaltig verliert und hat nicht
mehr so grossen soziallen Qualitäten. Da in der Zwischenstadt ganz viele
unterschiedlichen spezialisierten Nutzungen gibt, und weil man sie schnell
und bequem mit Verkehrsmitteln erreichen kann, kann man in verschiedenen
Lebensweise im denselben Raum leben, der Stadtbewohner hat also nicht mehr
so viel mit seinen Nachbarn zu tun, da jeder in anderem „Aktionsraum“ einfach
lebt. Das
Obserwuj wątek
    • pianazludzen cd 12.02.07, 10:11
      Das bemerkt Wim Wenders schon in 1987 in seinem Film Der Himmel über Berlin:
      Gibt es noch Grenzen? Mehr denn je. Jede Straße hat ihren eigenen Grenzbalken,
      oder Grenzstrich (…) Jeder Hausherr nagelt sein Namensschild als Wappen an die
      Tür und studiert die Morgenzeitung als Weltherrscher. (…)Das deutsche Volk ist
      in so viele Kleinstaaten zerfallen als es einzelne Menschen gibt. Und die
      einzelnen Staatsgebilde sind beweglich.

      Die Befreiung der Stadt aus den alten historischen Zwängen bewirkt fortlaufende
      räumliche „Verdünnung“ der sozialen Qualitäten des öffentlichen Raum. Dabei ist
      die Wohn- und Arbeitsfläche pro Stadtbewohner seit 19. Jahrhundert vier- oder
      fünfmal größer geworden. Mit wachsendem Wohlstadt finden Immer mehr Aktivitäten
      in privat verfügbaren Flächen statt, abgesehen von Befriedigung der
      Basisbedürfnisse im öffentlichen Raum. Als folge die spontane Sozialkontakte
      finden immer seltener statt – beispielsweise für die Kindern, die sich zum
      spielen treffen wollen, ist die Möglichkeit von spontanen Mitspieler auf der
      Strasse finden zu können so gering, das sie andere Form des Sichtreffens
      entwickeln müssen – und das über Internet oder Telefon. Die Stadtbewohnern
      heute wählen auch ihre Sozialkontakte weniger nach räumlicher Nähe und
      Nachbarschaft, vielmehr aber nach nichträumlich vermittelten Interessen und
      Neigungen.

      Viele von Aktivitäten, die früher im öffentlichen Raum statt gefunden haben,
      sind mittlerweile in die privaten Sphäre ausgewandert. Die früher
      lebensnotwendige nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft, die über öffentlichen
      Raum vermittelt wurde, ist z.B. durch Versicherungen ersetzt worden. Der
      öffentliche Raum dient immer seltener als Klammer der Menschen untereinander.

      Obwohl der öffentliche Raum seine soziale Bedeutung verlor, trotz seiner
      Nutzungsverdünnung, bleibt er immer das strukturelle Grundgerust der
      Zwischenstadt, denn nur über den öffentlichen Raum kann sie wahrgenommen und
      begriffen werden, als Erlebnisgerüst und Zeichen der Identität ist der
      öffentliche Raum für die Begreifbarkeit und Lesbarkeit der Zwischenstadt
      wichtiger denn je. Ich würde mit meiner

      Wörter zusammenfassen, der öffentliche Raum der Zwischenstadt soll gebrandet
      werden, um ihre Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl ihrer Bewohnern zu
      verstärken.

      *Zwischenstadt branden
      • Gość: jecki myslem, ze wontpiem... :-) IP: *.pools.arcor-ip.net 12.02.07, 11:11
        Korekta pracy magiterskiej na forum ? :-)))

        j.
        • Gość: piana Re: myslem, ze wontpiem... :-) IP: *.tum.vpn.lrz-muenchen.de 12.02.07, 13:22
          nie magisterskiej, tylko semestralnej na seminarium:) ale ok, bede szukac
          chetnego gdziue indziej, dziekuje :)

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Nakarm Pajacyka