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Amerykanska prowizorka.

27.11.02, 22:24
Mittwoch, 27. November 2002
Die Schulden-Generation
von Porter Stansberry
Während der gesamten Geschichte sind die wichtigsten und offensichtlichsten
Trends oft
vollständig ignoriert worden, weil die Änderungen, die sie ankündigten,
einfach unvorstellbar
waren ...
Beispiele von großen, problematischen Trends, die von den "Eliten" ignoriert
wurden, sind zu
zahlreich um sie hier alle aufzuzählen. Aber bedenken Sie: Kam die massive
Inflation der
1970er Jahre wirklich ohne signifikante Warnung in der vorhergehenden Dekade?
Es wurde
kaum angeprangert, dass die USA 1971 den Goldstandard aufgaben. Es gab auch
keinen
großen Aufschrei der Massenmedien, als US-Präsident Nixon 1972
Preiskontrollen einführte.
Warum sahen so wenige Leute so klar, welche großen und offensichtlichen
Warnungen vor
einer enormen Inflation es gab? Natürlich sind nicht alle neuen Trends
schlecht. Aber viele
werden kaum beachtet. Nehmen Sie zum Beispiel den Bullenmarkt der 1990er. Der
Börsengang von Netscape 1995 war der Beginn der Manie ... fünf Jahre vor dem
Erreichen
des Tops. Wenige Leute sahen dies 1995 voraus. Selbst Bill Gates erwähnte in
seinem 1994
geschriebenen Buch "The Road Ahead" das Wort Internet überhaupt nicht. Der
größte Trend,
den wir gerade sehen, kann mit einem Wort charakterisiert werden: Schulden.
Seit 1992 gab
es eine enorme Verschiebung des Schuldenmachens vom öffentlichen in den
privaten Sektor.
Die Neuverschuldung des Staates ging zurück � in den Clinton-Jahren wurden
sogar
Überschüsse erzielt �, während die private Verschuldung in den USA so schnell
wächst wie
nie zuvor.
1992 verschuldete sich die US-Regierung um etwa 300 Milliarden Dollar, die
Privaten liehen
sich 200 Milliarden Dollar. Seitdem hat sich die Neuverschuldung der Privaten
jedes Jahr mit
Ausnahme des Jahres 2000 erhöht, mittlerweile sind es 1 Billion Dollar pro
Jahr. 1992 betrug
die Neuverschuldung von Regierung und Privaten ZUSAMMEN rund 500 Milliarden
Dollar,
dieser Wert hat sich mehr als verdoppelt. Ein schnelles Schuldenwachstum ist
noch nicht
zwingend ein Problem. Wenn man das geborgte Geld klug investiert, wenn sich
dadurch neue
Möglichkeiten für die Wirtschaft eröffnen und die Schulden in gesunder
Relation zum
Bruttoinlandsprodukt bleiben, dann können Schulden sogar sinnvoll sein. Aber
das ist nicht
passiert. Stattdessen hat jeder Dollar, der seit den 1960ern geliehen wurde,
weniger als einen
Dollar zum Wirtschaftswachstum beigetragen. Heute trägt jeder neue
Schuldendollar nur
noch 0,54 Cents zum amerikanischen Wirtschaftswachstum bei (das impliziert,
dass die
US-Wirtschaft mit 2,5 % pro Jahr wächst � und dieser Wert muss auch erst
einmal erreicht
werden). Der größte Teil der neuen Schulden der 1990er wurde dazu genutzt,
die massive
finanzielle Spekulation in den Unternehmen und bei Hypotheken anzuheizen.
Jetzt, wo die
Werte dieser Märkte deflationieren, bleiben trotzdem die Schulden. Der Anteil
der Schulden
an den Werten steigt deshalb. Die gesamten Schulden als Anteil vom
Bruttoinlandsprodukt
stehen derzeit bei fast 300 % �1982 waren es noch 150 %.
Leider sagt selbst diese hohe Schuldenlast noch nicht alles über die
zukünftigen
Verpflichtungen, die aus dieser Last erwachsen. Weil der Aktienmarkt durch
den Bärenmarkt
arg gelitten hat, haben auch die US-Pensionsfonds sehr leiden müssen, da
diese am
Aktienmarkt investiert haben und es immer noch tun. Staatliche Pensionsfonds
haben in den
letzten 2 Jahren rund 70 % an Wert verloren (von 80 Milliarden Dollar im Jahr
2000 auf 25
Milliarden Dollar heute). Obwohl ich nicht die kompletten Zahlen für die
Unternehmens-Pensionsfonds habe, glaube ich, dass die Relationen dort auch
nicht viel
anders aussehen werden (beide Arten von Pensionsfonds nutzen oft auch die
gleichen
Fondsmanager). Währenddessen müssen die Unternehmen hohe Beträge aufbringen,
um die
unterfinanzierten eigenen Pensionsfonds wieder aufzufüllen. SBC hat zum
Beispiel
angekündigt, dafür im nächsten Jahr 2 Milliarden Dollar bereitzustellen, was
die Gewinne
entsprechend belasten wird. Raytheon hat angekündigt, in den nächsten Jahren
500 Millionen
Dollar für den gleichen Zweck bereitzustellen. Analysten schätzen, dass rund
10 % der
Gewinne der im S&P 500 enthaltenen Untenehmen für die Auffüllung von
unterfinanzierten
Pensionsfonds bereitgestellt werden müssen.
Dann gibt es in den USA natürlich noch einen größeren Pensionsplan, der
ebenfalls
unterfinanziert ist � die soziale Sicherheit. Dieses Thema ist allerdings
ziemlich umfangreich
� jedenfalls ist es sehr schwer, es in ein paar Paragraphen anzureißen. Kurz
gesagt � es gibt
zwei Komponenten von privaten Schulden. Schulden der Konsumenten und Schulden
der
Unternehmen. Der Anstieg der Konsumentenschulden ist nicht schwer auszumachen
� wer
lebt nicht gerne über seine Verhältnisse? Auf der anderen Seite ist es
schwieriger zu
verstehen, warum auch Unternehmen ihre finanzielle Vernunft aufgeben.
Unternehmensmanager haben die Bilanzen so getrimmt � legal und teilweise auch
illegal �,
dass die Gewinne nach Möglichkeit immer etwas über den Schätzungen lagen und
die
Aktienkurse deshalb stiegen. Aktienoptionspläne für die Manager waren ein
großer Anreiz,
große Risiken einzugehen. Wenn die Risiken mit Erfolg belohnt werden, konnten
diese
Manager persönlich große Gewinne einfahren. Wenn es daneben ging � konnten
sie immer
noch unbehelligt das Unternehmen wechseln. Nehmen wir General Electric (GE),
die größte
amerikanische Gesellschaft überhaupt. Seit 1992 ist GE ein Netto-Schuldner.
Wieso ist
Amerikas beste Gesellschaft seit 10 Jahren ein Netto-Schuldner? Nun, wenn man
sich
ansieht, wie die Gesellschaft ihr Geld verdient, dann ist die Antwort auf
diese Frage leicht zu
finden. Rund 50 % der Schulden von GE sind kurzfristiger Natur. Dank des
exzellenten
Kreditratings von GE (ein "AAA") ist es kein Problem, 90tägige Schulden
aufzunehmen. Die
Gesellschaft nutzt diese Schulden, die nur relativ niedrige Zinszahlungen
erfordern, um damit
Kreditkarten mit relativ hohen Zinszahlungen zu finanzieren. GE Capital hat
in den letzten drei
Jahren 43 Milliarden Dollar ausgegeben, um Kreditkartenschulden, die hoch
verzinst werden,
aufzukaufen. Und jetzt wird es spannend: Seit 1997 hat General Electric 15
Mal weniger als
drei Wochen vor Quartalsende diese übernommenen Kreditkartenschulden wieder
verkauft.
Dadurch konnte die Gesellschaft ihre Ertragsprognosen so präzise erfüllen.
Währenddessen ist der gesamte Schuldenberg von GE weiter gestiegen. Heute
sind die
Schulden von GE viermal so hoch wie das Eigenkapital. Warum nimmt GE solche
Risiken auf
sich? Weil die mit Schulden finanzierten Übernahmen das Umsatzwachstum von GE
in den
Jahren 1985�2000 zu 40 % begründet haben. Das sagt jedenfalls Jeanne Terrile
von Merrill
Lynch (die sich übrigens unmittelbar nach der Studie über die Schuldenpraxis
von GE zur
Ruhe setzte). Noch mal ... es geht hier um Amerikas beste Gesellschaften. Als
sich die
Gewinnmargen in den 1980ern und 1990ern verschlechterten, begannen die
Unternehmen, mit
ihren Bilanzen zu tricksen. Während dieser Zeit haben sich die Fundamentals
eigentlich
verschlechtert, ohne dass sich dies in den ausgewiesenen Gewinnen
widergespiegelt hätte.
Seit 1975 haben die Kapitalausgaben den Cash Flow überstiegen, was bedeutet,
dass die
Schulden oder das Eigenkapital schneller als die Gewinne gestiegen sind. Und
dann ist da
noch der Rückgang der genutzten Kapazitäten, der auch ein Symptom für eine
platzende
Kreditblase ist.
Eine gesunde Volkswirtschaft wächst wegen einer durch Ersparnisse begründeten
Nachfrage.
Wenn sich das Verhältnis zwischen Sparen und Investieren verschlechtert, dann
gibt es
Probleme. Wenn man sich das abstrakter vorstellt, ist es einfacher. Stellen
Sie sich eine
Familie vor. Was wäre, wenn die
Obserwuj wątek
    • lutnik Re: Amerykanska prowizorka.Dokonczenie. 27.11.02, 22:28
      Eine gesunde Volkswirtschaft wächst wegen einer durch Ersparnisse begründeten
      Nachfrage.
      Wenn sich das Verhältnis zwischen Sparen und Investieren verschlechtert, dann
      gibt es
      Probleme. Wenn man sich das abstrakter vorstellt, ist es einfacher. Stellen Sie
      sich eine
      Familie vor. Was wäre, wenn diese Familie jede Kreditquelle in den nächsten 6
      Monaten
      anzapfen würde? Ihr Konsum würde explodieren, die Nachfrage würde erheblich
      steigen �
      aber irgendwann würde die Nachfrage zurückgehen. Am Ende würde eine geringe
      Nachfrage
      und große Schulden bleiben. Diese Familie würde lange Zeit nur noch das
      Notwendigste
      nachfragen, weil sie ihre Finanzen wieder in Ordnung bringen will.
      Genau das ist in Amerika in den letzten 10 Jahren passiert. Die Sparrate ist
      von 5 % (was
      schon nicht viel ist) auf negative Werte in den späten 1990ern gefallen. Die
      Leute gaben mehr
      aus, als sie verdienten, hauptsächlich wurde dies durch Hypotheken finanziert.
      Jetzt ist fast
      der Punkt erreicht, an dem es für die Konsumenten (und die meisten Unternehmen)
      so nicht
      weitergehen kann. Die Summe der Hypotheken, die die Konsumenten aufgenommen
      haben,
      ist wirklich einmalig. Seit 1992 ist die Neu-Aufnahme von Hypotheken von rund
      200 Milliarden
      Dollar pro Quartal auf über 600 Milliarden Dollar im letzten Quartal gestiegen.
      Das ist ein
      beeindruckender Schuldenzuwachs ...
      Lassen Sie mich auf die gesamte Konsumentenverschuldung hinweisen, die neben
      Hypotheken auch Autofinanzierungen beinhaltet. 1992 mussten von den Konsumenten
      durchschnittlich 16 % des verfügbaren Einkommens für diesen Schuldendienst
      aufgewendet
      werden. Heute sind es über 25 %. Das heißt, dass die überwältigende Mehrheit
      der heutigen
      Konsumenten den größten Teil ihres Einkommens für Steuern, Zinsen und
      Schuldenzurückzahlungen verwenden muss. Die zukünftige Nachfrage wird deshalb
      schwach
      sein ... und das könnte überraschend lange so bleiben.
      • lutnik Re: Bezdomni w NY. 28.11.02, 20:48
        Von Carsten Volkery, New York

        New York erlebt eine neue Obdachlosenkrise. In den vergangenen Jahren
        verdoppelte sich die Zahl der Menschen, die keine Wohnung haben. Inzwischen
        stehen ganze Familien auf der Straße, die Notunterkünfte quellen über.


        Carsten Volkery

        Wohnsitzlose Nieves: Jede Familienkrise führt fast zwangsläufig auf die Straße


        New York - Zwei Bilder sind es, die in den amerikanischen Medien alljährlich zu
        Thanksgiving wiederkehren: Der Präsident, der einen Truthahn begnadigt (diesmal
        ist es zum ersten Mal ein weiblicher Vogel) - und die Obdachlosen beim
        Truthahnessen.

        Auch am heutigen Thanksgiving-Tag werden wieder Hunderte Freiwilliger in den
        Suppenküchen der Großstädte den Braten mit Sweet Potatoes und Pumpkin Pie
        servieren. Die Bowery Mission in New York allein hält 1500 Truthähne für die
        Obdachlosen bereit.

        Doch das traditionelle Mahl wird dieses Jahr von düsteren Statistiken und
        Berichten überschattet. Die Zahl der Obdachlosen in New Yorker Notunterkünften
        hat sich in den vergangenen vier Jahren nahezu verdoppelt, von 20.000 auf
        37.000. Dazu kommen Tausende, die im Freien wohnen. Genaue Zahlen dazu gibt es
        nicht.

        Zwar ist die Krise noch nicht so schlimm wie in den achtziger Jahren, als
        Präsident Ronald Reagan die Psychiatrie-Kliniken leerte und die Patienten auf
        die Straßen trieb. Doch ein neuer Trend macht Beobachtern besondere Sorgen: Es
        sind nicht mehr nur Einzelpersonen, sondern ganze Familien, die auf der Straße
        sitzen. "Das Gesicht der Obdachlosigkeit hat sich verändert", konstatierte
        die "Daily News".


        AP

        Präsident Bush: Gnade für Truthenne Katie


        Die neuen Obdachlosen sind Menschen wie Valerie Nieves. Die 22-jährige allein
        erziehende Mutter schiebt gerade einen Kinderwagen mit ihrem zweijährigen Sohn
        Elijah aus einem fensterlosen Bunker in der Bronx. Das ist die "Emergency
        Assistance Unit" (EAU), das bürokratische Nadelöhr, durch das jede obdachlos
        gewordene Familie in New York geschleust wird.

        Nieves hat vor drei Tagen ihre Wohnung verloren. Sie lebte bei ihrem Aids-
        kranken Vater. Auf Grund der teuren Medikamente war er mit der Miete im
        Rückstand und wurde auf die Straße gesetzt. "Hier im EAU behandeln sie dich wie
        ein Stück Scheiße", sagt sie. Das Essen sei furchtbar, deshalb geht sie jetzt
        um die Ecke zu McDonald's.

        Nieves und Elijah sind eine von knapp 9000 Familien "im System" - ein
        Rekord. "Das hat es in der Geschichte New Yorks noch nie gegeben", sagt Beverly
        Cheuvront, Sprecherin der Hilfsorganisation "Partnership for the Homeless".
        17.000 Kinder, vor allem Schwarze und Latinos, leben in Notunterkünften mit
        Spitznamen wie "Hotel Hell" und "Cockroach City".

        Seit einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 1986 ist New York verpflichtet, jeder
        obdachlosen Familie Unterkunft anzubieten. Die Stadtregierung unter
        Bürgermeister Michael Bloomberg kommt mit dem Öffnen neuer Notunterkünfte aber
        kaum hinterher, so schnell wächst die Zahl der Bedürftigen. Zugleich wird der
        Aufenthalt "im System" immer länger: Die durchschnittliche Familie bleibt
        inzwischen elf Monate, bevor sie eine Wohnung findet.

        Seit Januar wurden achtzehn neue Notunterkünfte eröffnet, insgesamt gibt es
        jetzt 125. Doch sie reichen hinten und vorne nicht: Im Sommer war der Mangel so
        akut, dass die Stadt kurzerhand ein ausgedientes Gefängnis zum Obdachlosenhotel
        umbaute: Über die Gitterstäbe der Zellen wurden weiße Laken gehängt, in den
        Gemeinschaftsduschen und -toiletten wurden Trennvorhänge angebracht. Doch trotz
        aller Verschönerungsversuche: Das neue Heim mit dem Stacheldrahtzaun sah aus
        wie ein Knast und es roch wie ein Knast. Nach 45 Tagen ordnete ein Richter die
        Schließung an.


        Carsten Volkery

        Obdachloser Michael Black: Seit einer Woche mit Frau und Kind ohne Wohnung


        Inzwischen wird ein noch ausgefallenerer Vorschlag diskutiert:
        Kreuzfahrtschiffe. Vergangene Woche flog die städtische Beauftragte für
        Obdachlosigkeit, Linda Gibbs, auf die Bahamas, um sich drei ausgemusterte
        Luxusliner anzusehen. Die Schiffe, so die Idee, könnten im Hudson oder East
        River vertäut werden und böten Platz für tausend bis 3000 Menschen. Nach ihrer
        Rückkehr erklärte Gibbs, die Schiffe seien in "vielerlei Hinsicht ideal". Zwar
        müsse man wohl die Bars und Discos herausreißen, aber die Kabinen mit den
        Privatbädern seien gut für Familien geeignet. Auch sei ein Schiff am Ende
        wahrscheinlich günstiger als eine New Yorker Immobilie.

        Manche mögen diese Art der Krisenbewältigung kreativ nennen,
        Hilfsorganisationen finden sie jedoch nur kurzsichtig. "Wir müssen über die
        aktuelle Krise hinausblicken und bezahlbaren Wohnraum schaffen", sagt
        Cheuvront. Die Wurzeln der Obdachlosigkeit seien die schwache Konjunktur und
        die astronomischen New Yorker Mieten.

        Eine durchschnittliche Wohnung für eine dreiköpfige Familie außerhalb
        Manhattans koste 900 Dollar, sagt Cheuvront. Der Durchschnittslohn im
        Niedriglohnsektor liege ebenfalls bei 900 Dollar. Jede Familienkrise, wie
        Krankheit oder Arbeitslosigkeit, führe daher fast zwangsläufig auf die Straße.

        Dennoch erhält Bloomberg für seine Obdachlosenpolitik bessere Noten als sein
        unbarmherziger Vorgänger Rudolph Giuliani. "Bloomberg zeigt mehr Verständnis",
        sagt Cheuvront. Unter anderem hat er der Behörde für Obdachlosigkeit 100
        Millionen Dollar für die Wohnungssuche zugeteilt - undenkbar unter Giuliani,
        der das Programm um 40 Prozent gekürzt hatte.

        Doch auch Bloomberg bietet noch mehr als genug Angriffsfläche. Während er sich
        der Familien annehme, benutze er gegen die Obdachlosen auf der Straße alte
        Giuliani-Taktiken, sagt David Whitehead, Direktor der National Coalition for
        the Homeless. Giuliani hatte auf seinem Kreuzzug für "Lebensqualität" die
        Obdachlosen mit Gewalt aus Manhattan abtransportieren lassen.

        Nachdem die "New York Times" im Oktober prominent auf der ersten Seite vor
        der "Rückkehr" der Obdachlosen ins Stadtbild warnte, scheint Bloomberg Gefahr
        gerochen zu haben: Er gab die Order, Obdachlose zu verhaften. Die zuständige
        Polizeieinheit wurde um 30 auf 80 Mann aufgestockt. Das zumindest steht in der
        Klageschrift, die die New York Civil Liberties Union (NYCLU) am Montag vor
        Gericht einreichte.

        Tatsache ist: Seit Mitte Oktober, als die Ansage angeblich gemacht wurde, ist
        die Zahl der Verhaftungen sprunghaft um 270 Prozent angestiegen, darunter
        dutzende für das Vergehen "Auf der Parkbank liegen". Die NYCLU protestiert: Die
        gezielte Verhaftung einer bestimmter Gruppe sei verfassungswidrig.

        Auch für Whitehead ist die "Kriminalisierung" der Obdachlosen keine
        Lösung. "Sie werden verhaftet, aber am nächsten Tag kommen sie wieder raus und
        sind immer noch da".

        Die einzige langfristige Lösung, betonen die Hilfsorganisationen, sei der Bau
        von Sozialwohnungen. Das allerdings steht bei einem Haushaltsloch von vier
        Milliarden Dollar ganz unten auf Bloombergs Tagesordnung.

        Einen Schuldigen für die derzeitige Misere haben die Hilfsorganisationen daher
        auch schon ausgemacht: Den "Mann des Jahres", Rudolph Giuliani. "Er hat es
        verpasst, während der Boomjahre genug Wohungen zu bauen", sagt Cheuvront. "Das
        Resultat sehen wir jetzt".



    • crannmer Pomyliles forum 29.11.02, 08:22
      lutnik napisał(a):

      > Mittwoch, 27. November 2002
      > Die Schulden-Generation
      [ciach kilka stron nie majacych z tematem forum nic wspolengo]

      Jam musisz, to przetlumacz i pusc na Swiat.

      POzdr.

      C.
      • lutnik Greenspan 04.12.02, 19:40
        Dienstag, 3. Dezember 2002
        Das Schicksal von Alan Greenspan
        von unserem Korrespondenten Bill Bonner
        In dieser Woche steht ein bedeutender Jahrestag an. "Wie können wir erkennen,
        wann eine
        irrationale Übertreibung die Kurse von Wertgegenständen aufgebläht hat, was
        dann zu
        unerwarteten und langen Kontraktionen führt, wie das im Japan der letzten
        Dekade der Fall
        war?" Diese Frage stellte Alan Greenspan, der Fed-Vorsitzende, als er noch
        sterblich war,
        und zwar vor 6 Jahren.
        "Wir als Zentralbanker müssen uns um eine kollabierende Spekulationsblase dann
        nicht
        kümmern, wenn sie keine Auswirkungen auf die reale Wirtschaft, die Produktion,
        Arbeitsplätze und Preisstabilität hat", so Greenspan damals. Und weiter: "Aber
        wir sollten die
        Komplexität der Interaktionen zwischen Märkten und der gesamten Volkswirtschaft
        nicht
        unterschätzen. Deshalb müssen Veränderungen bei Bilanzen und besonders bei
        Aktienkursen ein integraler Teil der Entwicklung der Geldpolitik sein."
        Sterbliche machen Fehler. Aber Greenspan hatte 1996 Recht. Es war erst später,
        als er der
        Halbgott, der "Maestro" wurde, als der Fed-Vorsitzende sich irrte.
        1996 hatten der Bärenmarkt von 1973�74 und der Crash von 1987 ihre Funktion als
        Warnsignale noch nicht verloren. Greenspan sprach am Abend des 5. Dezember. Am
        Morgen
        des 6. Dezember reagierten die Märkte. Die Investoren in Tokio verfielen in
        Panik ... der
        Nikkei verlor 3 %, der bis dahin größte Tagesverlust in diesem Jahr. Hong Kong
        gab 3 % ab,
        Frankfurt 4 %, London 2 %. Aber als die Sonne in New York aufging, wo man den
        Fed-Vorsitzenden besser kannte, entschieden sich die Investoren, sich nicht um
        Greenspans
        Rede vom Vortag zu kümmern. Nach einem scharfen Kursrückgang in der ersten
        halben
        Stunde � die Verkaufsaufträge der Nacht wurden ausgeführt � erholte sich der
        Markt, und er
        sah nie wieder zurück. Bis zum Frühjahr 2000 hatte sich der Dow Jones von
        diesem Niveau �
        das der Fed-Vorsitzende indirekt als besorgniserregend bezeichnet hatte �
        verdoppelt.
        Aber während der Maestro bei einem Dow Jones von 6.437 Punkten alarmiert war,
        war er bei
        einem Dow Jones von 11.722 Zählern gelassen. Fatal für seine Einschätzung war
        eine
        Kombination aus schlechten Informationen, schlechter Theorie und menschlicher
        Natur, die �
        obwohl seit mehreren Jahrtausenden unverändert � von den Zentralbankern
        ignoriert zu
        werden schien.
        Die Theorie von Greenspan war, dass durch die vorsichtige Kontrolle der
        Kreditkosten und
        des Geldangebots eine ernsthafte Rezession vermieden werden könnte. Sie, liebe
        (r)
        Leser(in), haben schon genug zu diesem Thema von mir gelesen. Heute will ich nur
        herausstellen, dass Mr. Greenspan alles hat, um die Wirtschaft wieder in Fahrt
        zu bringen �
        bis auf die wirklich entscheidenden Dinge. Er kann die Schulden der
        Telekomgesellschaften
        nicht bezahlen. Er kann die Sparkonten der Konsumenten nicht wieder auffüllen.
        Er kann aus
        Enron keine gute Firma mehr machen. Er kann die Überkapazitäten nicht abbauen,
        oder die
        Aktienverluste vom letzten Jahr verschwinden lassen.
        Zusätzlich zu schlechten Theorie war Alan Greenspan auch noch schlecht
        informiert. Das
        "Informationszeitalter" brachte mehr Informationen zu mehr Leuten � inklusive
        den
        Zentralbankern ... aber je mehr Informationen die Leute bekamen, desto mehr
        Möglichkeiten
        hatten sie, die Informationen herauszupicken, die ihnen gerade ins Bild passten.
        Seit den späten 1990ern sind jedoch viele der Schätzungen, die die "New Economy"
        begründeten, nach unten revidiert worden. Floyd Norris schrieb dazu in der New
        York Times:
        "Die Regierung hat vor kurzem festgestellt, dass weder die Unternehmensgewinne
        noch die
        Produktivitätszuwächse auch nur annähernd so gut waren, wie es 1999 und 2000
        ausgesehen
        hatte. Und jetzt sind auch die Schätzungen für die industrielle Produktion nach
        unten revidiert
        worden."
        "Die neuen Zahlen zeigen, dass die industrielle Produktion dramatisch
        überschätzt wurde,
        besonders im Sektor High Tech", so John Vail, Chefanalyst bei Fuji Futures.
        Was für die gesamte Nation galt, war auch für einzelne Gesellschaften der Fall.
        Die
        Unternehmen tricksten mit ihren Bilanzen so, dass die Investoren die
        Informationen erhielten,
        die sie haben wollten: Es wurde ein Cent mehr pro Aktie verdient, als erwartet.
        Aber was sie
        taten, war genau das, worüber sich Alan Greenspan ursprünglich Sorgen gemacht
        hatte �
        das Tricksen mit Bilanzen, um die Wall Street mit steigenden Gewinnen zu
        erfreuen.
        Kurioserweise hat sich die finanzielle Situation vieler großer Gesellschaften �
        wie Enron und
        IBM � gerade während dieses angeblich größten Wirtschaftsbooms der Geschichte
        verschlechtert.
        Aber ab 1998 sah Alan Greenspan diese Probleme nicht mehr; er selbst war
        irrational
        überschwänglich geworden. Märkte machen Meinungen, so sagt man an der Wall
        Street. Die
        Meinung des Fed-Vorsitzenden war bald im Einklang mit dem Bullenmarkt. Benjamin
        Graham
        schrieb über den Bullenmarkt von 1948�66: "Er [dieser Boom] führte zu einer
        natürlichen
        Zufriedenheit mit der schönen Performance, und eine ziemlich unlogische und
        gefährliche
        Überzeugung, dass ähnlich großartige Ergebnisse in der Zukunft erwartet werden
        könnten,
        setzte sich durch."
        Aktien steigen laut Warren Buffet zunächst aus den richtigen Gründen, und dann
        aus
        falschen Gründen. Aktien waren 1982 billig ... der Dow Jones stieg in den
        folgenden 14
        Jahren um 550 %. Als Alan Greenspan 1996 vor "irrationalen Übertreibungen"
        warnte, waren
        die Aktien nicht mehr billig. Aber zu dem Zeitpunkt kümmerte das keinen mehr.
        Die Aktien
        stiegen weiter; und die Leute wurden immer sicherer, dass sie auch weiterhin
        steigen würden.
        "Greenspan wird der Wirtschaft nicht erlauben, in eine Rezession zu fallen",
        sagten die
        Analysten. "Die Fed wird einspringen, wenn es darum geht, einen wirklich
        schlimmen
        Bärenmarkt zu vermeiden", sagten die Investoren. Langfristig könne man mit
        Aktien nichts
        falsch machen, sagten sie. Und sogar Alan Greenspan schien das zu glauben. Wenn
        sogar
        der Fed-Vorsitzende das glaubte, wer könnte dann daran zweifeln? Und je wahrer
        es schien,
        desto überschwänglicher wurden die Leute.
        "Was in den 1990ern passiert ist, ist, dass die Leute wirklich geglaubt haben,
        dass sie in
        eine neue Ära gehen würden, und deshalb nahmen sie Risiken auf sich, die
        rationale
        Menschen normalerweise nicht eingehen würden ... die Leute fühlten nicht, dass
        sie sparen
        sollten. Sie gaben ihr Geld mit beiden Händen aus, weil sie dachten, die
        Zukunft sei
        risikolos", so Robert Shiller, Autor des Buches "Irrationale Übertreibung".
        Aber das Risiko � ebenso wie der Wert � kann steigen, sogar wenn es so
        aussieht, als ob
        es/er verschwindet. Je unfehlbarer Alan Greenspan zu sein schien, desto
        überbewerter
        wurden die Werte. Nachdem der Maestro 1996 noch vor einer
        moderaten "irrationalen
        Übertreibung" gewarnt hatte, kreierte er danach selbst eine noch größere.
        P.S. Die Übertreibungsphase der späten 1990er ist vorbei. Aber weder Investoren
        noch
        Konsumenten handeln derzeit "rational". Die Konsumenten geben immer noch
        fleißig Geld
        aus, ohne zu sparen. Die Investoren kaufen derzeit wieder fleißig überbewertete
        Aktien. "Die
        Leute werden durch den Rückspiegel geführt", erklärt Warren Buffet, "und
        meistens durch die
        Eindrücke, die unmittelbar hinter ihnen liegen."
        • lutnik Rynek nieruchomosci. 05.12.02, 22:25
          USA: Ende der Immobilien-Party


          Dem amerikanischen Immobilienmarkt droht der Absturz � neue Gefahr für die
          Konjunktur.

          Die ersten Anzeichen gab es schon im Sommer. Immer mehr Luxuswohnungen und
          teure Apartments werden in New York zum Verkauf angeboten, und immer länger
          bleiben sie unverkauft auf dem Markt. Makler berichten von Umsatzrückgängen
          zwischen 20 und 30 Prozent im oberen Preissegment. �Die Blase auf dem New
          Yorker Häusermarkt steht nicht vor dem Platzen�, sagt Myers Mermel, Chef der
          Marktforschungsfirma TenantWise: �Sie platzt bereits.�

          Rasch könnte sich der Abwärtstrend auf den gesamten Häusermarkt in Big Apple
          ausbreiten � und auf weite Teile der USA: Amerikas Häusermarkt droht als
          Antriebsmotor der ohnehin lahmenden US-Konjunktur auszufallen.

          Ob Börsenbaisse oder Entlassungswellen: Lange schien es, als könne nichts dem
          Geschäft mit Einfamilienhäusern und Apartments etwas anhaben. Die Häuserpreise
          steigen landesweit seit Jahren stärker als die Realeinkommen, nach Angaben des
          Maklerverbands National Association of Realtors lag der Durchschnittspreis für
          ein Einfamilienhaus im Oktober bei 159600 Dollar � das sind 9,8 Prozent mehr
          als noch ein Jahr zuvor. In vielen Metropolen sind die Eigenheimpreise seit
          1999 um mehr als 40 Prozent geklettert.

          So sind die Wohnvermögen der Amerikaner zwischen 1995 und 2001 um insgesamt
          rund drei Billionen Dollar gestiegen � für den privaten Konsum, der im dritten
          Quartal sechsmal so viel zum amerikanischen Wirtschaftswachstum beitrug wie die
          privaten Investitionen, eine wichtige Stütze. Massenhaft nämlich haben die
          Hauseigentümer Wertzuwächse und fallende Hypothekenzinsen dazu genutzt, sich
          zusätzliches Bargeld zu verschaffen: Durch Refinanzierungen konnten sie ihre
          Hypotheken erhöhen, ohne dass die monatliche Zinsbelastung darum stieg.

          �Mancher Durchschnittsverdiener konnte auf diese Weise sein verfügbares
          Einkommen vorübergehend um 50 oder mehr Prozent erhöhen�, sagt Jan Hatzius, ein
          Ökonom von Goldman Sachs in New York. Insgesamt haben Amerikas Konsumenten mit
          solchen Refinanzierungen in diesem und im vergangenen Jahr ein Kaufkraftplus
          von jeweils rund 80 Milliarden Dollar realisiert � und damit einen noch
          tieferen Absturz der Konjunktur verhindert.

          Nur: So kann es nicht weitergehen. In Amerika wird gebaut wie seit den
          Achtzigerjahren nicht mehr; die Zahl der erteilten Baugenehmigungen für
          Wohnhäuser lag zuletzt um 13 Prozent über dem Vorjahresniveau, in Boomstädten
          wie dem sonnigen Phoenix beträgt der Zuwachs gar 45 Prozent. Viele neue Häuser
          werden also in Bälde auf den Markt kommen � und entsprechenden Druck auf die
          Preise ausüben.

          Die Leerstände sind ein erstes Warnsignal: Landesweit lag ihr Anteil an den
          Mietwohnungen im dritten Quartal um acht Prozent höher als ein Jahr zuvor.
          �Anders als auf anderen Märkten passen Verkäufer und Vermieter ihre Preise erst
          mit Verzögerung an, wenn auf dem Häusermarkt die Nachfrage nachlässt�, sagt
          Karl Case, Immobilienexperte und Professor am Wellesley College. Mehr leere
          Wohnungen sind daher ein Frühindikator für Preiseinbrüche.

          Dabei würden schon stagnierende oder nur schwach steigende Häuserpreise der
          Konjunktur erheblich schaden. Denn von der Zinsseite sind kaum noch Impulse für
          den Hypothekenmarkt zu erwarten. Zwölf Mal hat Zentralbankchef Alan Greenspan
          seit Ende des Konjunkturbooms vor zwei Jahren die Leitzinsen gesenkt. Damit hat
          er die Hypothekenzinsen auf das niedrigste Niveau seit fast 40 Jahren gedrückt
          und die Wirtschaft vor Schlimmerem bewahrt. �Bisher waren die Hypothekenzinsen
          der wichtigste Transmissionsriemen für die Geldpolitik�, sagt Kathleen
          Stephansen von Credit Suisse First Boston. Doch inzwischen liegt der
          amerikanische Leitzins bei nur 1,25 Prozent. Greenspan hat nicht mehr viel
          Spielraum für weitere Zinssenkungen.

          Refinanzierungen wird es daher künftig nur noch dann in großer Zahl geben, wenn
          die Häuserpreise unvermindert kräftig steigen � im gegenwärtigen Umfeld �ein
          Rezept für Instabilität�, urteilt Jan Hatzius: �Solange die Party auf dem
          Immobilienmarkt weitergeht�, so der Goldman-Sachs-Ökonom, �besteht für den
          Konsum keine Gefahr. Aber wehe, die Musik hört auf zu spielen.�



          Von Olaf Gersemann/Washington
          • lutnik Dolar.Inflacja. 09.12.02, 20:37
            Montag, 9. Dezember 2002

            Inflation oder Deflation � eine andere Sichtweise

            von unserem Korrespondenten Eric Fry in New York

            Der Winter ist nach New York City gekommen. Es schneite kräftig, und auch an
            der Wall Street gefror die Stimmung. Letzte Woche ging es per saldo mit den
            Kursen wieder nach unten. Der Goldpreis wärmt sich hingegen weiterhin am warmen
            Feuer der monetären Instabilität und der geopolitischen Unsicherheit. Auch
            Silber profitierte davon, zog auf zuletzt über 4,60 Dollar pro Unze an, dem
            höchsten Preis seit September.

            Wollen uns diese beiden Edelmetalle etwas sagen � obwohl sie stumm sind? Warnen
            Sie uns vor einer bevorstehenden Inflation? Ich würde diese Möglichkeit nicht
            ausschließen. Aufmerksame Leser(innen) wissen, dass ich schon seit mehreren
            Monaten ein Anziehen der Inflation prognostiziere ...

            Sicherlich bleibt aber Deflation derzeit das Gesprächsthema, und wahrscheinlich
            erwarten die meisten Investoren immer noch eher Deflation als Inflation. Aber
            das Wiederauferstehen der Inflation wird immer wahrscheinlicher. Am Mittwoch
            (als ich Co-Moderator bei CNNfn war) meinte ich: "Inflation ist ein Kauf. Wenn
            Inflation eine Aktie wäre, würde sie bei einem KGV von 8 stehen und unter
            Buchwert notieren."

            Zugegeben � die großen Kräfte von Deflation und Inflation kämpfen derzeit immer
            noch in einem Kampf bis aufs Blut gegeneinander. Aber Inflation scheint die
            Oberhand zu gewinnen � zumindest ist das das Urteil von verschiedenen
            Finanzmärkten. Sowohl der Index der Rohstoffpreise als auch der Goldpreis sind
            seit mehr als einem Jahr in einem Aufwärtstrend. Hinzu kommt, dass der Dollar
            trotz eines starken Aktienmarktes nicht gestiegen ist.

            Diese Marktphänomene sind ein Indikator dafür, dass die US-Wirtschaft einer
            Inflation zusteuert. Vielleicht wird das amerikanische wirtschaftliche
            Immunsystem den Ausbruch einer großflächigen Inflation verhindern. Aber darauf
            würde ich keine Wette abschließen. Das würde auch Bill Gross nicht, der
            erfolgreiche Fondsmanager von Pimco.

            "Die goldenen Tage des Anleihenmarktes sind vorbei", so Gross in seinem
            jüngsten monatlichen Kommentar. "Die Fed und der Kongress werden dafür sorgen,
            indem sie die Deflation bekämpfen und damit die Inflation fördern werden, und
            dabei werden sie vielleicht sogar mehr finanzielle und wirtschaftliche
            Instabilität schaffen, als wir in den letzten Jahren gesehen haben."

            Als Beweis für die Absicht der Fed, eine neue Inflation zu säen, bezieht sich
            Gross auf die Rede des Fed-Gouverneurs Bernanke vom 21. November � mit dem
            Titel: "Deflation: Wie wir sicher gehen, dass sie hier nicht eintreten wird."

            "Die Eindringlichkeit der Rede von Bernanke sagt Beobachtern sehr viel darüber,
            wer am Ende den Kampf zwischen Inflation und Deflation gewinnen wird", so
            Gross. "Bernanke nennt mehrere zuvor selten genutzte Mittel, die die Fed nutzen
            könnte, um eine Deflation abzuwenden: (1) könnte die Fed am freien Markt
            einfach Staatsanleihen kaufen, sowohl kurz- als auch langfristige, (2) könnte
            die Fed auch die Zinssätze der Unternehmensanleihen und der Hypotheken
            beeinflussen, und damit die Kosten für privaten Kredit senken, (3) könnte die
            Fed Staatsschulden kaufen, um den Dollar nach unten zu drücken und dadurch die
            Wettbewerbsfähigkeit der USA und gleichzeitig die Inflation zu steigern. ( ...)
            Diese Leute könnten Unrecht haben, ihre Politik könnte eventuell mehr Schaden
            als Gutes anrichten, aber ich glaube Ihnen. Sie werden der US-Wirtschaft keine
            Deflation erlauben, so lange wie die derzeitige Fed-Spitze (also Alan
            Greenspan) an der Macht ist."

            Auch Paul Kasriel, Volkswirt bei Northern Trust, nimmt die Fed beim Wort, wenn
            sie ankündigt, die Deflation bekämpfen zu wollen. "Der weltgrößte Schuldner
            (die USA) verspricht, die Schulden mit billigeren Dollar zurückzuzahlen", so
            Kasriel. "Im Endeffekt ist es genau das, was Ben Bernanke der Welt am 21.
            November mitgeteilt hat ... deshalb keine Angst vor einer Deflation. Die Fed
            hat implizit versprochen, bis zum letzten Atemzug die Druckerpresse anzuwerfen,
            um eine Deflation abzuwenden."

            Bleiben Sie dran ...
            • lutnik Re: Dolar.Inflacja. 09.12.02, 20:42
              Die Alan Greenspan-Option

              von unserem Korrespondenten Bill Bonner

              Das ist ja fast wieder wie in den alten Zeiten, oder was? Mit den "alten
              Zeiten" meine ich die Periode der kindlichen Halluzination an den Börsen von
              ungefähr 1995 bis zum Ende des Jahrtausends, auch als "New Era" bekannt.

              Eins von den großartigen Dingen dieser Zeit war die Idee, dass Alan Greenspan,
              der weltbekannteste öffentliche Angestellte seit Pontius Pilatus, den Boom
              nicht enden lassen würde. Der Zentralbanker schien einen "Greenspan Put-Option"
              zu haben. Diese Option schien ihm die Möglichkeit zu geben, die Wirtschaft
              anzuheizen � einfach durch Zinssenkungen.

              Stellen Sie sich die Enttäuschung der Star-Analystin Abby Joseph Cohen vor, als
              Greenspan schließlich diese Option ausübte � und nichts passierte.

              Was konnte man da tun? Nun, es noch Mal probieren! Und noch Mal. Und noch Mal.
              Jetzt hat er es 12 Mal versucht ... und jetzt gibt es nicht mehr viel
              Spielraum. Wie in Japan haben die kurzfristigen Zinsen bereits "effektiv Null"
              erreicht, da die Kosten für einen kurzfristigen Kredit unter der Inflationsrate
              liegen. Dennoch ist die "Greenspan Put-Option" immer noch "lebendig und gut",
              so Richard Bernstein von Merrill Lynch. Die Investoren scheinen zu denken, dass
              die zwölfte Zinssenkung endlich etwas bewirkt hat ... dass Alan Greenspan damit
              plötzlich den perfekten Zinssatz für Interbanken-Tagesgeld gefunden hat. Das
              Wall Street-Feuer flackert warm, bemerken sie ... während die Heizungen sonst
              in der ganzen Volkswirtschaft sich langsam aufheizen. Ich bin mir da nicht so
              sicher. Die Autoverkäufe gingen im November um 13 % zurück; Ford meldete 20 %
              niedrigere Umsätze. Die Aktie von General Motors fiel am Dienstag um 5 %. Die
              Autoproduktion läuft derzeit weltweit auf Hochtouren � das erhöht den Druck auf
              die Preise. Die Autopreise liegen deshalb 1 % unter dem Wert von vor einem Jahr.

              Und jetzt teilt uns NewsObserver.com auch noch mit, dass Bauherren es schwerer
              haben, ihre Häuser zu verkaufen. Sie müssen deshalb Bonbons wie
              Küchenaufrüstungen etc. hinzufügen, um niedrigere Verkaufspreise zu vermeiden.

              Sogar die Vereinigung der Hypothekenbanken rechnet damit, dass sich die
              Wachstumsraten bei Immobilienpreisen und Refinanzierungen im nächsten Jahr
              halbieren werden. In diesem Jahr werden die Immobilienpreise insgesamt um rund
              9 % steigen; nächstes Jahr werden es laut dieser Vereinigung rund 4 %. Dieses
              Jahr wurden Hypotheken im Volumen von 1,4 Billionen Dollar refinanziert.
              Nächstes Jahr sollen es eher 700 Milliarden Dollar werden.

              Aber machen Sie sich keine Sorgen. Wenn die "Greenspan Put-Option" nicht wirkt,
              dann hat der Fed-Gouverneur Bernanke der Welt ja vor kurzem mitgeteilt, dass
              die Fed auch andere Möglichkeiten hat, eine Inflation zu verhindern (und die
              Wirtschaft am Rollen zu halten). Was für eine verrückte Welt, in der wir leben.
              Es ist so, als ob die ganzen volkswirtschaftlichen Erkenntnisse von Keynes bis
              Friedman auf einen simplen Paragraphen reduziert werden könnten:

              Volkswirtschaften sind nicht mehr als Leute, die Geld bekommen und Geld
              ausgeben. Wenn man will, dass die Leute mehr bekommen und mehr ausgeben ...
              dann muss man dafür sorgen, dass die Leute Geld leihen. Und man muss dafür
              Sorgen, dass das Geld seinen Wert verliert, so dass sie das Geld so schnell wie
              möglich ausgeben wollen.

              Die Fed hat das Geld-Leihen durch die Zinssenkungen unterstützt. Hausbesitzer
              haben die Chance genutzt, sich unter höheren Hypotheken und 0 %-
              Autofinanzierungen zu begraben.

              Jetzt, wo die Fed die Zinsen so tief gesenkt hat, wie sie kann (wenn sie die
              Zinsen weiter senkt, dann könnten die Zinsen am Geldmarkt negativ werden, da
              die operativen Kosten die Zinsen übersteigen könnten) ... sucht die Fed nach
              Wegen, die Währung zu zerstören. Ich bezweifle nicht, dass die Fed diese Wege
              finden wird ... aber vielleicht nicht so schnell, wie die meisten Leute denken
              könnten ... mehr dazu weiter unten.

              Freitag, 6. Dezember 2002

              Die Anti-Spekulationsblase

              von unserem Korrespondenten Eric Fry an der Wall Street ...

              Die Bullen nennen die jüngsten Kursverluste an der Wall Street eine "gesunde
              Korrektur", während die Bären Angst haben, sie anders als eine "willkommene
              Erholung" zu nennen.

              Besonders die Halbleiteraktien � die in den letzten 2 Monaten die Top-Performer
              waren � haben in den letzten 3 Tage besonders deutlich verloren. Der SOX
              (Halbleiter-Index) fiel alleine am Mittwoch um 6 %, nachdem ein Analyst von
              Morgan Stanley das herausgestellt hatte, was eigentlich für jeden
              offensichtlich war: Obwohl sich die Wachstumsaussichten für die
              Halbleiterindustrie nur wenig verbessert haben, sind die Kurse der Halbleiter-
              Aktien sehr deutlich nach oben geschossen ... genau das gleiche gilt übrigens
              für den gesamten Aktienmarkt. Währenddessen klettert das Gold ruhig weiter nach
              oben, auf signifikant über 320 Dollar.

              Die Arbeitsproduktivität ist im dritten Quartal stärker gewachsen, als
              ursprünglich gedacht, so die letzten offiziellen Zahlen. Im dritten Quartal
              ging es mit der Produktivität um satte 5,1 % auf Jahresbasis nach oben � der
              stärkste Anstieg seit 1973 ... glaubt wirklich jemand daran? Das Messen
              von "Produktivität" in einer Dienstleistungsgesellschaft wie der amerikanischen
              ist doch ein bisschen wie das Messen von Liebe. Was ist der richtige Standard
              für das Messen von Liebe? Die gemeinsam verbrachten Stunden im Schlafzimmer?
              Die Minuten der Konversation pro Stunde gemeinsamen Essens? Das Streit-zu-
              Umarmung-Verhältnis?

              Ähnlich sieht es bei den Standards für das Messen von Produktivität aus. Aber
              selbst wenn die offiziellen Zahlen stimmen würden, dann sagt uns diese
              Information nichts darüber, ob ein Investor jetzt 100 Aktien von IBM oder
              lieber Staatsanleihen kaufen sollte ... Vorsicht vor der "Anti-
              Spekulationsblase". Das ist eine Warnung von zwei Ökonomen an der University of
              California in Los Angeles (ich selbst habe übrigens dort studiert). Laut den
              beiden Professoren Didier Sornette und Wie-Xing Zhou "tendieren die Aktionen
              der Investoren dazu, Wellen des Verhaltens zu produzieren, was zu
              selbstverstärkenden Effekten bei Bullen- oder Bärenmärkten führt � also zu
              Spekulationsblasen und Anti-Spekulationsblasen."

              Basierend auf den aktuellen Wellen-Mustern sagen Sornette und Zhou, dass sie
              das "unmissverständliche Muster" für eine Anti-Spekulationsblase gefunden haben
              � also das Gegenteil einer Spekulationsblase. Die beiden provokativen
              Wissenschaftler sagen zudem voraus, dass diese wachsende Anti-Spekulationsblase
              die US-Aktienmärkte bis Ende 2004 noch 30 % fallen lassen wird.

              "Diese Anti-Spekulationsblase beschreibt die Bären-Phase, wenn die Händler
              verkaufen, verkaufen, verkaufen � die Aktienmärkte rutschen in eine Rezession",
              so Professor Sornette. Die Menschen unter uns ohne Doktorhut würden dieses
              Phänomen einen "Bärenmarkt" nennen.

              Bill Bonner wird froh sein, zu hören, dass die beiden Professoren seine Theorie
              unterstützen, derzufolge die Entwicklung am japanischen Aktienmarkt
              erstaunliche Parallelen zur Entwicklung am amerikanischen Aktienmarkt aufweist
              � demnach besteht ein Zeitunterschied von rund 10 Jahren. Die Financial Times
              meint dazu, dass die Ergebnisse der Professoren "eine beeindruckende
              mathematische Ähnlichkeit zwischen dem Auf und Ab der US-Börsen seit 1996 und
              dem Verhalten des japanischen Gegenstücks aufdecken, mit einem Zeitunterschied
              von 11 Jahren." Gespenstisch.

              Diese merkwürdige Ähnlichkeit zwischen der japanischen Erfahrung der frühen
              1990er und der heutigen amerikanischen Erfahrung hat viele Marktbeobachter zu
              der Ansicht geführt, dass die US-Wirtschaft Richtung Deflation läuft, genauso
              wie die japanische Wirtschaft vor einer Dekade.

              Ich sehe das anders. Deflation ist eine Möglichkeit, ganz bestimmt, aber
              sicherlich keine zwang
              • lutnik Re: Dolar.Inflacja. cd... 09.12.02, 20:46
                Ich sehe das anders. Deflation ist eine Möglichkeit, ganz bestimmt, aber
                sicherlich keine zwangsläufige Entwicklung. Im Gegenteil, in den USA gehört die
                Inflation zum Leben, sogar besonders dann, wenn die Zeiten hart werden. Sie
                gehört zum amerikanischen Leben wie Apfelkuchen und Monster Truck-Wettrennen.
                Die Amerikaner besitzen die Reservewährung der Welt, und sie können soviel
                davon drucken, wie sie brauchen, um wirtschaftliche Schmerzen innerhalb der
                eigenen Grenzen zu heilen. Was für einen besseren Weg zur Schuldenrückzahlung
                gibt es, als einfach Geld zu drucken, mit dem diese Schulden bezahlt werden
                können?

                Was noch ... unser geliebter Fed-Vorsitzender hat wiederholt gesagt, dass er
                lieber Inflation in Kauf nimmt, als eine Deflation zu riskieren. Und diese
                Worte unterstützt er, indem er die Leitzinsen erheblich abgesenkt hat und das
                Geldangebot sehr deutlich erhöht.

                Deflation ist eine schlechte Wette! Mehr dazu nächste Woche � jetzt wünsche ich
                Ihnen erst einmal ein schönes Wochenende.

                Freitag, 6. Dezember 2002

                Inflation/Deflation-Frage gelöst?

                von unserem Korrespondenten Bill Bonner

                Die Frage ist gelöst � oder zumindest sagt das jeder. So wie jeder von Alan
                Greenspan dachte, dass er die Wirtschaft durch Zinssenkungen beflügeln könnte,
                so scheint es jetzt offensichtlich zu sein, dass er dazu fähig ist, die Währung
                durch das Anwerfen der Druckpresse zu zerstören.

                Die Rede des Fed-Gouverneurs Bernanke scheint die Inflation/Deflation-Debatte
                beendet zu haben. Bernanke hat der Welt � darunter Ausländer, die für mehrere
                Billionen Dollar Geld in den USA angelegt haben � gesagt, dass die Fed eine
                wertvollere Währung nicht erlauben würde (d.h., sie würde eine Deflation nicht
                dulden). Wie könnte sie das vermeiden? Durch das Schaffen von Inflation �
                soviel, wie eben notwendig sei. Es gibt laut Bernanke effektiv "kein Limit"
                dafür, wie viel Inflation die Fed schaffen kann ... oder schaffen will ... um
                Deflation zu vermeiden.

                "Diese Leute könnten daneben liegen", so Bill Gross, "ihre Politik könnte
                eventuell mehr Schaden als Gutes bewirken, aber ich glaube ihnen. Sie werden
                nicht erlauben, dass die US-Wirtschaft in eine Deflation fällt, so lange das
                derzeitige Regime (Alan Greenspans Fed) an der Macht bleibt."

                Gestern hat Gross sich zu der Gruppe von James Grant, Steve Sjuggerud und
                vielen anderen prominenten Analysten und Ökonomen � darunter auch mein Freund
                und Kollege Eric Fry � gesellt, die meint, dass Deflation kein Thema mehr ist.
                Ihrer Ansicht nach war die Rede von Bernanke so, als ob die deutsche
                Zentralbank in den frühen 1920ern (unmittelbar vor Ausbruch der Hyper-
                Inflation) erklärt hätte, dass sie die Mark zerstören würde, um die
                Kriegsschulden (Reparationen) loszuwerden. Von August 1922 bis November 1923
                explodierten die Preise in Deutschland ... so dass ein einziger Dollar Ende
                November 1923 4,2 Billionen (!) Mark wert war.

                Und die heutigen Druckerpressen sind sogar noch schneller, bemerken sie. Ende
                der Konversation. Papiergeld behält seinen Wert niemals sehr lange. Daran
                zweifle ich nicht. Aber das heutige Geld ist noch nicht einmal aus Papier. Wenn
                es schlecht geht, kann man damit noch nicht einmal sein Zimmer tapezieren; das
                heutige Geld ist hauptsächlich elektronisch, virtuell. Die Leute messen ihre
                Ausgaben zumindest in den USA heute nicht anhand von Papierbergen, sondern
                anhand von Kontoauszügen oder Kreditkartenrechnungen. Und ach. Es ist genau so
                leicht, eine Ziffer hinzuzufügen, als eine abzugeben. Dezimalzahlen können sich
                in beide Richtungen ändern.

                Ich bezweifle nicht, dass die Regierung bzw. die Zentralbank den Dollar
                zerstören kann. Aber es würde mich trotzdem nicht überraschen, wenn wir vorher
                noch eine Deflation und eine Rezession sehen würden, die zuerst Millionen der
                Gelder von Investoren zerstören würde. Mehr dazu bald ...!
                • lutnik Prof. Malik 11.12.02, 20:51
                  D I E M A L I K - K O L U M N E

                  Lasst falsche Theorien sterben und nicht Unternehmen

                  Von Fredmund Malik

                  Diese Wirtschaftskrise ist wie keine andere zuvor eine Krise des Managements.
                  Sie hat ihre Ursachen in falschen Theorien über Unternehmensführung, die aus
                  falschen ökonomischen Theorien abgeleitet wurden. Aber statt Fehler
                  auszumerzen, versuchen die Verantwortlichen, den Teufel mit dem Beelzebub
                  auszutreiben.

                  Ihre Anwendung ist begrenzt auf einige � zum Glück längst nicht alle �
                  Großkonzerne und auf die Finanzwirtschaft. Im Großteil der Wirtschaft, nämlich
                  jenen zwei Dritteln, die unabhängig von Rechtsform und Größe unternehmerisch
                  und realwirtschaftlich geführt werden, gab es zwar Lippenbekenntnisse, aber
                  diese Irrlehren wurden nie angewendet.

                  Ihre schädlichen Wirkungen müssen allerdings von allen mitgebüßt werden. Wir
                  sollten, wie der Philosoph Karl Popper es empfohlen hat, die falschen Theorien
                  ausrotten, statt unsere Unternehmen von primitivem Wirtschaftsdarwinismus in
                  den Ruin führen zu lassen.

                  Der nachweislich falsch verstandene, dafür umso vollmundiger als "Neo"
                  bezeichnete Liberalismus ist schneller am Ende, als ich es in einem meiner
                  Bücher 1997 vorhersagte und schneller als je ein anderes Ordnungsmodell. Die
                  aus ihm durch falsche Logik abgeleitete Karikatur der Unternehmensführung ist
                  tot. Die Ruinen werden aber noch lange sichtbar sein. Es ist tragikomisch und
                  rührend zugleich, mit welchem verbalen Heroismus nun versucht wird, den Kadaver
                  vor der Verwesung zu schützen. Die dabei zum Vorschein kommenden Denkweisen
                  sind grotesk.

                  Das System ist gut, nur die Menschen sind schlecht

                  Erstens, so hört man, habe nicht das System versagt, sondern die Moral. Das
                  System sei gut, nur einige Menschen seien schlecht. Wer alt genug ist oder die
                  Geschichte kennt, wird hier das Kernargument der unverbesserlichen
                  Marxismusverteidiger wieder erkennen: Das System ist gut, man muss nur die
                  Menschen verändern.

                  Die Frage muss aber sein, was ein System wert ist, wenn es Leute, denen es so
                  deutlich an Moral mangelt, in so kurzer Zeit in so großer Zahl in so hohe
                  Positionen bringt und sie dort so lange wirtschaften lässt, bis so große
                  Schäden angerichtet sind.

                  Dass Moral wichtig ist und dass es dafür Regeln braucht, haben die großen
                  liberalen Ökonomen immer behauptet. Die Forderung nach den richtigen Regeln
                  haben die Deregulierer aber verächtlich beiseite geschoben.

                  Es ist bemerkenswert, dass Neoliberale jetzt altmarxistische Denkgirlanden
                  bemühen, um ihre pseudointellektuellen Besitzstände zu bewahren, statt aus den
                  Fehlern zu lernen, wie es sich für Liberale gehören würde.

                  Zweitens wird gesagt, man dürfe nicht vom Einzelfall auf das System schließen,
                  dies sei ein induktiver Kurzschluss. Nun dürfen wir zwar vom Einzelfall des
                  versagenden Managers nicht auf alle Manager schließen, das ist richtig und
                  niemand - außer einigen Demagogen - hat es getan.

                  Der andere Schluss hingegen, vom versagenden Einzelfall der Unternehmensführung
                  zurück auf das System ist erstens nicht induktiv und zweitens ist es die
                  entscheidende Schlussweise, durch die die Wissenschaft vorankommt: Es ist die
                  falsifizierende Beobachtung, die die Theorie zu Fall bringt. Auch das kann man
                  von Karl Popper lernen.

                  Abgesehen davon geht es längst nicht mehr um Einzelfälle. Praktisch sämtliche,
                  nach Shareholder-Prinzip geführten Unternehmen sind in Schwierigkeiten, während
                  es die anderen nicht sind. Die jüngst an renommierter Stelle
                  beklagten "strategischen Fehlentscheidungen" und "unternehmerisches Versagen"
                  haben ihre Wurzeln exakt darin.

                  Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

                  Die dritte Groteske ist der Salto Mortale vom Regen in die Traufe, vom
                  Shareholder-Ansatz zum Stakeholder-Ansatz. Die Ironie der Geschichte will es,
                  dass jetzt � nicht durch Nachdenken, sondern unter dem Druck aktueller
                  Ereignisse - viele der bisher dogmatischen Verfechter der Shareholder-Theorie �
                  einsehend, dass ihre Lehre zu kurz greift � mit staatsmännischer Manier zur
                  großen "Reform" schreiten. Sie besteht darin, dass sie zur Stakeholder-Theorie
                  mutieren � nicht sehend und offenbar nicht wissend, dass es exakt das
                  praktische Versagen des Stakeholder-Ansatzes war, das dem Shareholder Value
                  seine Plausibilität verschaffte.

                  Der Stakeholder-Ansatz wurde 1952 von Ralph Cordiner, dem damaligen Chef von
                  General Electric, als Antwort auf die Frage entwickelt, wem gegenüber das
                  Management verantwortlich sei. Die Frage war richtig, die Antwort war es nicht.
                  Sie hat zu den Corporate-Raidern der achtziger Jahre geführt und von dort zum
                  nun ebenfalls scheiternden Shareholder-Ansatz. Deutlicher wollte man noch nie
                  den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

                  • lutnik Inflacja. 13.12.02, 20:30
                    Donnerstag, 12. Dezember 2002

                    "Investieren in Inflation"

                    von unserem Korrespondenten Eric Fry in New York


                    Um meine Meinung noch mal klarzumachen: Ich rechne mit einem Wiederauferstehen
                    der Inflation, nicht weil ich glaube, dass die Fed sie "schaffen" wird, sondern
                    weil ich glaube, dass die Fed sie nicht verhindern wird. Währungen verlieren an
                    Wert. Und sie verlieren noch schneller an Wert, wenn es Zentralbanken gibt, die
                    sie davon abhalten sollen, an Wert zu verlieren.

                    Um mit einem thermodynamischen Gesetzt zu sprechen: Alles tendiert zur
                    Unordnung. Und Papiergeld tendiert zu Inflation, die den Wert des Papiergelds
                    verringert. Oder, um mit Bill Bonner zu sprechen: "Mittelmäßigkeit ist immer
                    modern. Während wir nach Exzellenz bei Käse und Wein suchen, ist es bei Aktien,
                    Geschäften und Politik das Mittelmäßige, das Normale, das wir suchen. Nicht,
                    dass wir Mittelmäßigkeit besonders mögen würden. Ich mag auch nicht die Idee,
                    zu sterben ... aber ich habe gemerkt, dass die Dinge so funktionieren."

                    Genauso ist es bei Währungen und Inflation. Der Dollar war viel zu lange zu
                    exzellent. Jetzt will die Fed ihn mittelmäßig machen. Ich glaube, die Fed wird
                    dabei "erfolgreich" sein. Wir sollten Mittelmäßigkeit erwarten. Das bedeutet,
                    dass der Dollar fallen und die Inflation steigen wird.

                    "Trotz der 'Garantie' der Fed, eine Deflation abzuwenden, gibt es keine
                    Versicherung, dass sie eine substantielle Inflation schaffen wird", so Bill
                    Gross. "Aber eine bestimmte Fed und ein ausgabenfreudiger Kongress, der in den
                    nächsten 24 Monaten ein fiskalisches Defizit von 500 Milliarden Dollar kreieren
                    könnte, sind eine kraftvolle Kombination � und die deflationären Auswirkungen
                    Chinas sollte man nicht vergessen."

                    Obwohl einige Finanzmärkte beginnen, einen Hauch von Inflation zu spüren, sind
                    die meisten Finanzmärkte noch so bewertet, als ob wir eine Deflation � oder
                    zumindest, eine nicht-inflationäre Wirtschaft � bekommen werden. Eine Rendite
                    von 4,0 % bei den 10jährigen US-Anleihen schreibt nicht gerade "Inflation!"
                    Wenn eine signifikante Inflation zurückkehren sollte, dann sind die Bonds immer
                    noch teuer, der Dollar ist teuer, Gold ist billig und andere Rohstoffe sind
                    auch billig.

                    Mit anderen Worten, es ist nicht zu spät, um "in Inflation zu investieren". Zum
                    Beispiel könnten Investoren, die Angst vor Inflation haben, einige ihrer Papier-
                    Dollar in Gold tauschen, das von den Älteren noch "reales Geld" genannt wird.
                    Oder sie könnten normale Anleihen verkaufen und inflationsgesicherte Anleihen
                    kaufen.

                    Paul Kasriel erklärte dazu gestern an dieser Stelle: "Derzeit liegt der Spread
                    (Zinsabstand) zwischen einer "normalen" US-Anleihe (T-Note) mit Fälligkeit
                    15.2.2011 und einer inflationsgeschützten Anleihe mit fast gleicher Fälligkeit
                    (15.1.2011) bei rund 1,45 Prozentpunkten. Die inflationsgesicherte Anleihe
                    sichert den Ertrag des Investors gegen einen steigenden Konsumentenpreisindex
                    ab. Dieser Index stand zuletzt bei 2,03 % � aber angesichts der jüngsten Rede
                    von Ben Bernanke (der mehr Dollars drucken will) könnte sie durchaus steigen.
                    Sollte man also nicht die inflationsgeschützte Anleihe kaufen und dafür
                    die "normale" Anleihe verkaufen? Ist es nicht wahrscheinlich, dass sich der
                    Spread zwischen den beiden noch vergrößern wird, da die Fed eine Inflation
                    heraufbeschwört?"

                    Gute Frage. Hasta luego ...


                    Donnerstag, 12. Dezember 2002

                    Weitere Zinssenkungen könnten schädlich sein

                    von Sean Corrigan

                    Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich dem Zinssenkungstanz der
                    amerikanischen Fed und der Bank of England angeschlossen. Ich möchte Ihnen
                    zeigen, warum die derzeit auf 40 Jahres-Tief stehenden Zinsen die aktuellen
                    britischen und amerikanischen Wirtschaftsprobleme verschärfen könnten, statt
                    sie zu beseitigen.

                    Lassen Sie mich mit einer Annahme beginnen: Kein Geschäft � außer es ist durch
                    ein gesetzmäßiges Monopol geschützt � hat die Macht, seinen eigenen
                    Verkaufspreis frei festzulegen. Stattdessen bestimmen die Kunden des Geschäftes
                    auf dem freien Markt, wo der Verkaufspreis liegen wird. Es sind die
                    Konsumenten, die zeigen, wie viel sie dafür zahlen wollen, was die Gesellschaft
                    anzubieten hat.

                    Am freien Markt gibt es die seltenste Form der Demokratie: Jeder Dollar ist
                    genau eine Stimme. Wenn eine Gruppe von Leuten Zugang zu mehr Dollar hat als
                    man selbst, dann kann man durch diese Gruppe überstimmt werden. Diese Gruppe
                    kann den Preis in die Höhe treiben, nicht nur den Preis eines Gutes, sondern
                    auch den Preis von Ressourcen wie Rohstoffen, Bürogebäuden, Arbeit.

                    Wenn diese "Extra- Dollar", die einer Gruppe einen Vorteil gegenüber einer
                    anderen Gruppe verschaffen, am Markt verdient wurden, ist dies fair. Wenn
                    diese "Extra-Dollar" aber aus Quellen außerhalb des Marktes stammen, dann ist
                    es nicht nur unfair, sondern dadurch wird letztlich sogar das
                    Wirtschaftswachstum gefährdet. Der negative Effekt ist leicht erkennbar, wenn
                    wir von Bilanzfälschungen, Schutzzöllen und Subventionen reden. Aber was die
                    Leute nicht erkennen, ist die Tatsache, dass dieser negative Effekt auch dann
                    eintritt, wenn sich Leute neu gedrucktes Geld leihen.

                    Während der Spekulationsblase der späten 1990er waren die Leute mit den "Extra-
                    Dollar" die Technologie- und Telekomgesellschafen, die "dot.coms", die neu an
                    die Börse gebrachten Firmen und die Banker und Juristen, die davon
                    profitierten. Die Leute in ehrlichen, produktiven Bereichen hatten das
                    Nachsehen, außer sie hatten Geld übrig, mit denen sie Aktien von diesen Hype-
                    Unternehmen kaufen konnten.

                    Das führte dazu, dass im Endeffekt alleine in den USA 500 Millionen Meilen
                    Fiberglaskabel gelegt wurden, gleichzeitig aber manche Medikamente knapp
                    wurden; es wurden Milliarden für Mobilfunklizenzen ausgegeben, die überhaupt
                    nicht genutzt wurden, gleichzeitig sind grundlegende Verkehrsprobleme so
                    problematisch wie immer.

                    Als die Spekulationsblase schließlich unter ihren eigenen Widersprüchen
                    zusammenbrach, zeigte sich die Überkapazität in manchen Industrien, was jetzt
                    weithin verstanden wird. Aber was immer noch nur wenige Leute verstanden haben,
                    ist die Tatsache, dass die neuen Gesellschaften der Boom-Ära ihre neuen Dollar
                    nur durch einen Kredit-Boom erhalten hatten; ein Boom, der von den
                    Zentralbanken zumindest toleriert, im schlimmsten Fall sogar enthusiastisch
                    gefördert wurde. (Danke, Mister Greenspan!)

                    Was haben die Zentralbanken in der letzten Zeit als Heilmittel angewendet, ...
                    und warum scheint es nicht gewirkt zu haben?

                    Nun, die Leute mit den "ehrlichen" Dollar haben ihr "Wahlrecht" zurückerhalten,
                    und es von den Betrügern mit ihren unverdienten Dollar weggenommen. Die
                    Struktur der Volkswirtschaft tendiert nicht mehr so übermäßig zu den
                    kapitalintensiven, technologisch befriedigten Gesellschaft. Aber was hat diese
                    ersetzt? Wieder eine Gruppe von Leuten, die mit "unehrlich verdienten" Dollar
                    abstimmt: Die allmächtigen Konsumenten!

                    Trotz privater Schulden auf Rekordniveau ruht die Hoffnung der gesamten US-
                    Wirtschaft nun darauf, dass die Konsumentenausgaben ein effektiver Ersatz für
                    die verlorenen Dollar der Spekulationsblase sein werden ... und dass die
                    angeschlagenen Unternehmen genug von diesen Extra-Dollar einsammeln können, um
                    ihre Gläubiger wenigsten halbwegs zufrieden stellen zu können. Da jeder von uns
                    ein Konsument ist � hingegen nur relativ wenige für WorldCom, Enron & Co.
                    gearbeitet haben bzw. von diesen Unternehmen profitiert haben � sieht das
                    weniger wie ein großer Diebstahl als vielmehr wie ein unschuldiges Herumspielen
                    mit unseren Finanzen aus. Dennoch ist nur wenigen Konsumenten beigebracht
                    worden, sich Sorgen wegen übermäßigen Konsums zu machen, weshalb dieses
                    Herumspielen kaum bemerkt und überdacht wird ... aber übermäßiger Konsum ist
                    immer noch verantwortlich für das Wachsen von potenziell schadende
                    • lutnik Re: Inflacja cd. 13.12.02, 20:35
                      Dennoch ist nur wenigen Konsumenten beigebracht worden, sich Sorgen wegen
                      übermäßigen Konsums zu machen, weshalb dieses Herumspielen kaum bemerkt und
                      überdacht wird ... aber übermäßiger Konsum ist immer noch verantwortlich für
                      das Wachsen von potenziell schadenden Ungleichgewichten. Um einen Beweis für
                      fehlgeleitete Investments während des Booms zu erhalten, muss man sich nur die
                      Firmensitze der Boom-Unternehmen ansehen ... oder die Büroleerstände im Zentrum
                      von London.

                      Heute können die Leute mit nicht selbst verdienten Dollar "abstimmen", in
                      welchen Sektoren der Wirtschaft investiert werden soll. Da dies
                      keine "ehrlichen" Dollar sind, wird dadurch ein Keil zwischen Produktion und
                      Konsum getrieben; die "ehrliche" Nachfrage wird relativ weniger bewertet, das
                      Verhältnis von Angebot und Nachfrage wird gestört.

                      Noch schlimmer � während es noch Hoffnung gibt, dass die Boom-Gesellschaften
                      zufälligerweise ohne Rechtfertigung für ihre Existenz enden könnten, verhalten
                      sich die Boom-Konsumenten wie 5jährige Kinder, die von ihren Eltern heute
                      belohnt werden für dubiose Versprechen eines besseren Verhaltens in der
                      Zukunft. Die High Tech- und Telekomspekulationsblase mag geplatzt sein, aber
                      die Konsumenten führen dazu, dass viele Ressourcen außerhalb der Reichweite von
                      vielen Unternehmen platziert werden, wodurch deren Gewinnaussichten schmelzen.

                      Kein Gewinnaussicht bedeutet keine Investitionen und damit keine Expansion in
                      die Lücken, die die gescheiterten Boom-Gesellschaften hinterlassen haben �
                      trotz der Flut von leichtem Geld. Das bedeutet weniger Einkommen für Arbeiter,
                      Lieferanten und Aktionäre. Das bedeutet, dass wir alle noch mehr von Krediten
                      abhängig werden könnten � dieses Mal, um unseren Lebensstandard zu halten, der
                      eigentlich durch die Boom-Jahre nur künstlich nach oben gepusht wurde.

                      Die Nachfrage nach Krediten steigt, obwohl die Kreditwürdigkeit der Nachfrager
                      immer geringer wird. Und die US-Zentralbank sucht immer neue Wege, noch
                      mehr "unverdiente" Dollar ins Systems zu schleusen � obwohl genau diese Dollar
                      die Wurzel aller Probleme waren. Das ist der Grund, warum "leichtes Geld" zu
                      harten Zeiten führt ... und warum wir nicht sinnlos immer weitere Zinssenkungen
                      von der Fed, der Bank of England oder der Europäischen Zentralbank fordern
                      sollten � auf künstlich niedrige Zinsniveaus.



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                      Cie.- Thomas Theuerzeit/Holger Galuschke- Christoph Zwermann- Nabil Khayat- D.
                      Rübsamen- Investors Verlag DailyEarnings & More- News & Earnings von Corporate
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                      DER SPIEGELAnlegermagazine- Antizyklik.de- Börse Online: Perspektiven -
                      Exklusive Statements von Top-Propheten- Daniel Köster: Chartkommentare aus der
                      Börse Online- DM-Online- Financial Times Deutschland- Platow Brief-
                      Handelsblatt / Reuters- wallstreet-online- Wirtschaftswoche: Börsenkommentar
                      und WallStreet Whisperstreasuries/commodities/currencies- treasuries-
                      commodities- Gold- currencies- Hellmeyer daily comments, covered by Hirsemutual
                      funds- u.s. mutual funds- european mutual funds- trimtabs.com / AMG Data
                      Services- Deutsche Aktienfonds- hedge funds- liquidity- Templeton GrowthBlick
                      durch die Wirtschaft- Der "jetzt-wird-wieder-in-die-Hände-gespuckt-Indikator"-
                      Der " Wir -schnallen-den-Gürtel-enger-Indikator"- Fremden Verkehrswirtschaft-
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                      • lutnik Dane statystyczne. 13.12.02, 20:41
                        Freitag, 13.12.2002, 11:31
                        'WSJ': Bristol-Myers Squibb Bilanzen stärker manipuliert als bekannt

                        FRANKFURT (dpa-AFX) - Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb Chart Chart hat
                        seine Bilanz nach Presseinformationen offenbar stärker manipuliert als bisher
                        bekannt. Das haben 27 heutige und frühere Topmanager im Gespräch mit dem "Wall
                        Street Journal" (Freitagausgabe) offen gelegt. Demnach sei es bei dem
                        Pharmakonzern gängige Praxis gewesen, das operative Ergebnis durch Anzapfen von
                        Rückstellungen für Restrukturierungen zu verbessern.

                        Bristol-Myers habe demnach zuvor Einkünfte aus Beteiligungsverkäufen
                        regelwidrig als Polster für Restrukturierungen verbucht. Das sei nicht
                        aufgefallen, weil die Abwicklung in derart kleinen Schritten erfolgte, dass sie
                        unter der vorgeschriebenen Grenze blieben.

                        ÜBERNAHMEKOSTEN ALS FORSCHUNGSAUSGABEN GEBUCHT Ein zweiter Trick sei gewesen,
                        Ausgaben für Akquisitionen als "Forschungsausgaben" zu verbuchen. Dies sei im
                        Jahr 2001 beim Kauf der Pharmasparte von E.I. DuPont de Nemours & Co. Chart
                        Chart angewandt worden.

                        Durch die Aussagen der Manager, deren Namen dem "Wall Street Journal" bekannt
                        sind, droht dem Pharmakonzern neuer Ärger mit dem US-Justizministerium und der
                        amerikanischen Börsenaufsicht. Beide Behörden ermitteln derzeit gegen den
                        fünftgrößten Pharmahersteller der Welt wegen anderer Fehlbuchungen und
                        Bilanztricks./jkr/zb/cs




                        US-Arbeitsmarktdaten für September und Oktober revidiert~

                        Washington, 09. Dez (Reuters) - Das US-Arbeitsministerium
                        hat die Arbeitsmarktdaten für September und Oktober revidiert.
                        Grund dafür seien Fehler bei der Saisonbereinigung, teilte das
                        Arbeitsministerium am Montag in Washington mit.
                        Nach der Revision sei die Beschäftigtenzahl außerhalb der
                        Landwirtschaft im September um 84.000 und nicht wie ursprünglich
                        gemeldet um 4000 gesunken, hieß es. Im Oktober sei die Zahl der
                        neuen Stellen auf 86.000 von 6000 revidiert worden.
                        tcs

                        • lutnik Dlugi amerykanskich konsumentow 15.12.02, 20:02
                          Rekordschulden der US-Verbraucher als Zeitbombe

                          13. Dezember 2002 In den USA haben die Schulden der privaten Haushalte die
                          Schwelle von acht Billionen Dollar überschritten und wachsen so schnell wie
                          seit knapp 13 Jahren nicht mehr. Um ihren monatlichen Ratenzahlungen nachkommen
                          zu können, benötigen die Amerikaner entsprechende Einkommen und niedrige Zinsen.
                          Und genau hier droht Gefahr. Wenn die Amerikaner sich Sorgen um ihren
                          Arbeitsplatz machen oder befürchten, dass die Zinsen demnächst wieder steigen
                          werden, fangen sie an zu sparen und schränken ihren Konsum ein.
                          Konjunkturerholung könnte abgewürgt werden
                          Als die Kreditschulden von Rina Elson vor fünf Monaten 25.000 Dollar
                          erreichten, beschloss sie, dass jetzt Schluss sein müsse. Sie stellte
                          Kabelfernsehen und Ferngespräche ein, fand eine billigere Autoversicherung und
                          reduzierte ihre Altersvorsorge. "Mir wuchsen meine Schulden über den Kopf,"
                          gesteht die 38-jährige Vorstandsassistentin, die ein Jahresgehalt von 53.000
                          Dollar hat. "Ich wollte nicht erleben, dass ich meinen Zahlungen nicht
                          nachkommen kann, mein Auto verkaufen oder meine Familie anpumpen muss."

                          Hoch verschuldete Verbraucher wie Elson könnten eine Konjunkturerholung in den
                          USA abwürgen, wenn noch mehr Haushalte ihren Konsum einschränken, um ihre
                          Schulden abzubauen. Einige Ökonomen sehen daher Gefahr durch die steigenden
                          Arbeitslosenzahlen. Im November kletterte die Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent
                          zu Jahresanfang auf sechs Prozent. Auch höhere Zinsen könnten zum Problem
                          werden. Laut einer Umfrage von Bloomberg rechnen die Ökonomen bei den größten
                          Bondhändlern mit einem Anziehen der US-Zinsen im zweiten Halbjahr 2003.

                          �Die Probleme fangen an, wenn die Zinsen nach oben gehen�"

                          Noch sind die Kreditkartenzinsen mit 13,69 Prozent und Hypothekenzinsen mit
                          6,57 Prozent niedrig. �Noch ist die Katastrophe nicht da�, bestätigt David
                          Wyss, Chefökonom bei Standard & Poor's in New York. �Die Probleme fangen an,
                          wenn die Zinsen nach oben gehen�.

                          Im dritten Quartal stieg die Verschuldung der privaten Haushalte in den USA mit
                          einer Jahresrate von 9,6 Prozent, zeigen die Zahlen der Federal Reserve. Der
                          rasante Anstieg der Schulden und die Kursverluste am Aktienmarkt ließen das
                          Nettovermögen der Privathaushalte von 40,1 Billionen Dollar im zweiten Quartal
                          auf 38,3 Billionen Dollar um 4,5 Prozent abschmelzen. �Das kann Probleme
                          bereiten, weil die Konsumausgaben zwei Drittel der Wirtschaftsleistung
                          ausmachen�, berichtet William Sullivan, Chef-Ökonom bei Morgan Stanley in
                          Jersey City. �Die Verbraucher werden den Gürtel enger schnallen. Mehr Geld wird
                          für den Zinsen und Abzahlungen drauf gehen�.

                          Die Schuldenabzahlungen einschließlich Hypothekenzahlungen verschlingen
                          mittlerweile 14 Prozent vom verfügbaren Einkommen. Zum letzten Mal wurde diese
                          Quote im zweiten Quartal 1987 überschritten. Damals befanden sich die USA
                          mitten in einem achtjährigen Konjunkturaufschwung. 1998 begann die Fed, die
                          Zinsen zu erhöhen. Im vierten Quartal 1990 und im dritten Quartal 1991 gingen
                          zwei Quartale in Folge die Konsumausgaben zurück. Im Juli 1990 rutschte das
                          Land in die Rezession ab. Anfang der neunziger Jahre waren die Haushalte laut
                          den Fed-Zahlen mit 3,7 Billionen Dollar verschuldet, im dritten Quartal 2002
                          waren es 8,2 Billionen Dollar. Insgesamt liegt die Verschuldung heute bei 100
                          Prozent des verfügbaren Einkommens.

                          �Tickende Zeitbombe�

                          �Hier tickt eine Zeitbombe�, prognostiziert Christopher Low, Chefvolkswirt bei
                          FTN Financial in New York. �Das Ticken ist schon zu hören und wird explodieren,
                          wenn die Zinsen nach oben gehen�. Das könnte seiner Meinung nach Mitte nächsten
                          Jahres der Fall sein. Auch vom Arbeitsmarkt drohen Probleme. Die Unternehmen
                          haben angesichts der schwachen Konjunkturerholung kaum neu eingestellt. Seit
                          dem Beginn der Rezession im letzten Jahr sind 1,6 Millionen Arbeitsplätze
                          vernichtet worden. Die persönlichen Einkommen könnten 2003 angesichts der
                          steigenden Arbeitslosigkeit fallen, befürchtet Low. In den zwölf Monaten bis
                          September mussten 1,5 Millionen Amerikaner Bankrott anmelden, ein trauriger
                          Rekord, berichtet das Administrative Office of the U.S. Courts.

                          Die Hypothekenzwangsversteigerungen erreichten im zweiten Quartal mit 0,4
                          Prozent den höchsten Stand seit mindestens drei Jahrzehnten, zeigen die Daten
                          der Mortgage Bankers Association of America. Außerdem bereitet mehr Amerikanern
                          die Verschuldung Bauchschmerzen. Bei einer Umfrage unter 1.000 US-Bürgern, ob
                          sie sich Sorgen machten, "ihre monatlichen Kreditzahlungen erfüllen zu können,
                          zeigten sich 30 Prozent �sehr besorgt�. Vor einem Jahr waren es erst 19 Prozent.

                          Schlechtes Zeichen für die Aktienmärkte

                          Das dürfte realistische Börsianer etwas skeptisch stimmen. Denn viele Analysten
                          gehen bei ihrem Optimismus davon aus, dass die Konsumenten die US-Konjunktur
                          zumindest am Leben erhalten werden, während von der Investitionstätigkeit der
                          Unternehmen nicht zu viel zu erwarten ist. Halten sich jedoch die Verbraucher
                          zurück, dürfte sich manche Gewinnprognose als unhaltbar erweisen. Die Börsen
                          wird das kaum erfreuen.

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Nakarm Pajacyka